Wohnkonzepte mit Zukunft

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Heimkommen - mehr als ein Dach über dem Kopf

Die Anforderungen an den eigenen Wohnraum sind gestiegen. Von der Planung von Wohnbauten  bis zur Einrichtung kann man auf einiges achten, um eine Wohnung zum „Zuhause“ zu machen. Hier die Tipps der Experten.

Heimkommen – das bedeutet loslassen und entspannen, den Stress des Alltags vor der Tür lassen. Das Zuhause sollte ein Ort sein, an dem ich „ich“ sein und meine inneren Batterien wieder aufladen kann. In dieser Hinsicht stimmen der Wohnpsychologe Harald Deinsberger-Deinsweger und die Einrichtungsexpertin Yvonne Werginz überein.

Was macht eine Wohnung zum Zuhause und warum fühlen wir uns in manchen Gebäuden einfach nicht wohl, in anderen aber umso mehr?
Deinsberger-Deinsweger: Das hängt von vielen Faktoren ab. Beginnend bei der Siedlungs- und Gebäudestruktur bis hin zur Gestaltung der einzelnen Wohnungen. Mit den richtigen räumlichen Strukturen lässt sich das Nachbarschaftsgefüge positiv beeinflussen – der andere Bewohner wird so als Bereicherung und nicht als Belastung wahrgenommen. Damit steigt das individuelle Wohlbefinden und auch positive Effekte auf Sicherheitsgefühl und Beschwerdeverhalten lassen sich beobachten.

Werginz: Wichtig ist, dass man sich seine ganz persönliche Wohlfühlzone schafft – keine Kopie aus dem Möbelkatalog. Man sollte sich mit Dingen umgeben, die einem persönlich viel bedeuten, die eine Geschichte erzählen, die Erinnerungen wachrufen. Ganz wichtig für die Wohlfühlatmosphäre einer Wohnung sind Farben und Licht! Mit den richtigen Farben und indirekten Lichtquellen schafft man ohne allzugroßen Aufwand Gemütlichkeit, auf die man sich beim Heimkommen freut.

Apropos „richtiges Licht“. Mit Ihrer Firma WOHN.FEE rücken Sie durch „Staging“ Immobilien mit einigen Möbeln ins richtige Licht. Das Budget fürs Einrichten ist nach einem Wohnungskauf aber oft knapp. Woran sollte man keinesfalls sparen?
Werginz: Wichtig ist es, beim Sofa nicht nur auf die Optik zu achten, sondern auf die Qualität. Ein gemütliches Sofa ist zwar in der Anschaffung teurer, das macht sich aber nach ein paar Jahren bezahlt. Das Gleiche gilt für Stühle und einen schönen Tisch. Aber vor alledem steht für mich das Bett – hier sollte weder am Rahmen, noch an der Matratze gespart werden.

Nicht wenige Menschen sind berufsbedingt dazu gezwungen, ihren Wohnort alle paar Jahre zu wechseln. Was raten sie?
Werginz: Unser Furniture-Leasing-Service bietet eine große Auswahl an Einrichtungsgegenständen, die man individuell zusammenstellen kann. Ergänzt um ein paar persönliche Stücke, wie Bilder, Textilien, Tischleuchten und Deko, lässt sich da durchaus ein komfortables Wohngefühl erzeugen.

Bevor es ans Einrichten geht, muss erst die geeignete Wohnung gefunden werden. Was ist dabei aus Sicht der Wohnpsychologie zu beachten?
Deinsberger-Deinsweger: Eine Wohnung sollte viele Gestaltungs- und Personalisierungsmöglichkeiten bieten, damit steigt die Identifikation mit dem eigenen Zuhause. Je nach Anzahl und Struktur der künftigen Bewohner ist es auch wichtig, dass die Wohnung sowohl über funktionierende, persönliche Nischen, als auch über qualitätsvolle Begegnungszonen verfügt – das Raumkonzept sollte das Zusammenleben letztlich positiv beeinflussen!

Das gilt für alle Bereiche einer Wohnung, auch für Balkon und Terrasse. Diese Freibereiche wären aus wohnpsychologischer Sicht ideal für Erholung und Entspannung geeignet. Ein Großteil der gegenwärtigen Balkone weist jedoch Eigenschaften auf, die dieser Funktion diametral entgegenstehen. Einer davon ist Exponiertheit. Wenn man positioniert ist wie auf einer Bühne, bringt das eine gewisse Anspannung mit sich – also den genauen Gegenpol zur Entspannung. Und das kann sich letztlich nicht nur auf das Wohlbefinden, sondern sogar auf die Gesundheit niederschlagen.

Wie sieht die Zukunft des Wohnbaus also idealerweise aus?
Deinsberger-Deinsweger: Wir müssen vom Gedanken wegkommen, dass wir Gebäude planen und bauen – wir planen menschliche Lebensräume. Dazu braucht es professionelles Wissen über den Menschen. Die durchaus realisierbare Vision wäre es, humanwissenschaftliches Know-how – genauso selbstverständlich wie bauphysikalisches oder technisches Knowhow – in die Planung miteinfließen zu lassen.

Natürlich finden diese Faktoren auch heute schon bei der Umsetzung neuer Wohnbauten Berücksichtigung. Für die GWS durfte ich beispielsweise im Zuge eines Bauwettbewerbs die eingereichten Projekte aus wohnpsychologischer Sicht analysieren und so der Jury beratend zur Seite stehen. Damit wurde letztlich ein Vorschlag ausgewählt, bei dem „Heimkommen“ mehr als nur die Ankunft in den eigenen vier Wänden bedeutet.        

 


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GWS Gemeinnützige Alpenländische Gesellschaft für Wohnungsbau und Siedlungswesen m.b.H.
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